Gemüse im Winter anbauen: viele wissen es nicht, aber das ist möglich. In meinem Blogbeitrag zeige ich dir, wie du im Winter nicht auf frisches Gemüse verzichten musst.
Gemüse im Winter anbauen: Trotz Frost gab es eine Ernte
Ich habe eine lange Zeit gedacht, dass der Anbau von Gemüse im Winter nicht möglich ist. Bis mir ein Mißgeschick passierte. Ich hatte einmal soviel zu tun, dass ich im Herbst nicht ernten konnte und mein Gemüse in den Winter ging. Irgendwann im Januar hatte ich wieder Zeit für meinen Garten und entdeckte: es hat sich nicht nur einiges sehr gut erhalten, nein, manch Gemüse hat sich im Winter richtig gut entwickelt!
Ich konnte Mitten im Januar mein Romanesco ernten, der im Herbst wirklich jämmerlich aussah.
Und das alles ohne jegliche Vorbereitung. Und so dachte ich mir: was ist eigentlich beim Gemüseanbau bei Frost möglich, wenn man etwas strategisch vorgeht? Ich zeig es dir.
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Gemüse im Winter anbauen: geht das wirklich?
Wenn du von Frühling bis Herbst gewisse Pflanzen anbaust, dann überstehen diese erstaunlich gut den Winter. Denn viele Pflanzen können im Winter ihren Stoffwechsel runterfahren und bei schönem Wetter wieder hochfahren und ausgleichen. Erstaunlich oder? Aber:
Es geht im Winter nicht um Wachstum (wie im Sommer), sondern darum, dass das Gemüse überlebt.
Ebenfalls erstaunlich ist, dass das Wintergemüse gerade durch den Frost einen schönen süßen Geschmack erhält und intensiv schmeckt. Rosenkohl fährt dann richtig auf! Das war mein „Aha-Moment“ als ich vergessen habe mein Gemüse vor dem Winter abzuräumen.

Und ist das nicht ein schöner Gedanke sich seine warme Zipfelmütze anzuziehen, in den Gemüsegarten zu gehen und frischen, knackigen Kohl zu ernten? Wenn du ein Winterhochbeet hast, musst du dich dafür nicht mal bücken. Doch eins muss ich bereits hier Klarstellen:
Ja, Wintergemüse ist möglich, wenn man gewisse Regeln einhält.
So funktioniert der Anbau von Gemüse im Winter: die Grundprinzipien
Gerne erkläre ich dir Schritt für Schritt, wie der Anbau von Gemüse im Winter funktionieren kann und welche Vorkehrungen du treffen kannst, damit es auch geling sicher ist.
Erster Tipp: Wintergemüse wird vor dem Winter angebaut
Eine wichtige Info vorweg: kaum ein Gemüse lässt sich im Dezember direkt ins Freiland säen. Es gibt zwar Gemüse, welches mit einem gewissen Schutz angebaut werden kann, aber die sind an einer Hand abgezählt. Dazu gehören:
- Feldsalat
- Rucola
- Winterkresse
- Kerbelrübe
- Asia-Salate
Dieses Gemüse ist nur für einen echten Winteranbau geeignet, weil es sich um schnellwachsendes Blattgemüse handelt. Mit einem Vlies/Gewächshaus und etwas höheren Temperaturen wird dir der Anbau soweit gelingen. Die Kerbelrübe ist was besonderes. Sie kann wirklich mitten im Winter ausgesät werden (November bis Februar!) und trotzt eisigen Temperaturen.
Die Kerbelrübe ist eins der ganz wenigen echten winterharten Gemüsesorten.
Und leider gehört sie auch zu dem vergessenen Gemüse.
Aber normalerweise erfolgt die Aussaat von Gemüse von Frühling bis in den Frühherbst und damit wird nicht im klassischen Sinn im Winter ausgesät, sondern die vorher ausgesäten Pflanzen gehen in einem gewissen entwickelten Stadium in den Winter.
Der Winter ist somit Erntezeit, aber nicht Hauptwachstumszeit.
Zweiter Tipp: Das Gemüse macht im Winter eine Pause
Wie oben erwähnt, fährt manch Gemüse im Winter seinen Stoffwechsel einfach runter und wartet auf bessere Zeiten oder auf einen Gärtner, der ihn erntet und wegmampft. Bei milden Temperaturen startet manch Gemüse wieder mit dem Wachstum und pausiert dann wieder, wenn die Temperaturen fallen.
Deshalb garantiert und solch Wintergemüse eine langsame, aber stetige Ernte.

Dritter Tipp: Kälte ist weniger das Problem
Das größte Problem bei Gemüse, welches bei Frost weiter wachsen soll, ist nicht die kalte Temperatur, sondern eher der Lichtmangel. Es sind nicht zwingend die Temperaturen, die das Wachstum steuern, sondern hauptsächlich das Wasser und das Licht. Die Tageslänge entscheidet also über das Wachstum. Und ab November wird die Sonne rar. Daher bildet Gemüse ab November kaum nach Blattmasse aus.
Das Überleben wird dann entscheidend, weniger das Wachstum.
Die Vorteile von Wintergemüse auf einen Blick
Räume dein Gemüsebeet am vermeintlichen Ende der Saison nicht ab! Sehr viele Gemüsesorten können stehen bleiben und überleben den Winter ganz gut. Die Vorteile liegen klar auf der Hand:
- Frischer und regionaler bekommst du dein Gemüse nicht!
- Du kannst Sorten anbauen, die es im Handel nicht mehr gibt, wie Grünkohl, Kerbelrübe und Winterportulak
- Der Geschmack ist deutlich besser! Ich liebe mildes und süßes Gemüse
- Es wächst im Winter genau das, was dein Immunsystem braucht: die richtigen Nährstoffe
- Manche Tiere brauchen dein Gemüse, um den Winter zu überleben
- Lass dein Gemüse auch weiter stehen, denn viele entwickeln im zweiten Jahr eine wunderschöne Blüte!
- Dann ist es auch möglich Samen zu ernten
Ein Winterhochbeet: der einfachste Weg für Gemüse im Winter
Mit einem leicht erhöhten Winterhochbeet ist es ganz leicht Gemüse im Winter anzubauen. Denn das Gemüse liegt im Winterhochbeet höher, das heißt der Bodenfrost bzw. die Bodenkälte hat es nicht ganz so leicht.
Vorausgesetzt, dass Hochbeet ist richtig geschichtet, denn dann ist durch die Verrottung ausreichend Wärme im Beet.
Zudem wird das Gemüse in einem Hochbeet besser mit Licht versorgt.
Das richtige Material für ein Winterhochbeet zum Gemüseanbau im Winter
Ich rate immer frostfestes Material für den Garten zu nutzen.
Wenn du ein Winterhochbeet anlegen möchtest, dann nutze dafür Materialien, die ausgleichend auf die Winterkälte reagieren.
Steinmaterial kann grundsätzlich die Sonnenwärme gut aufnehmen und lange speichern. Auch Holz eignet sich sehr gut dafür. Nicht ideal sind Materialien aus Metall, Beton oder Kunststoff.
So schichtest du dein Winterhochbeet richtig
Ganz unten im Hochbeet sollte eine Schicht Holzschnitt liegen, dass sorgt für die Belüftung und auch für die Drainage im Hochbeet, ganz wichtig, um Fäulnisprozesse von Anfang an zu verhindern. Darauf kannst du eine dicke Schicht Laub, gemischt mit Holzschnitt drauflegen. Anschließend folgt eine dünnere Schicht Grasschnitt. Eingearbeitet wird noch halb verrotteter Kompost.
Das sorgt für eine schöne Verrottung und höheren Temperaturen.
Den Abschluss macht eine 20 Zentimeter Schicht von hochwertiger Komposterde.

Natürlich kannst du das Beet auch mulchen, um eisigen Temperaturen und frostigen Wind für dein Winterhochbeet zu verhindern. Mulche hier einfach mit Stroh oder auch Miscanthus-Mulch. Das hilft auch bei der Wärmespeicherung.
Was tun bei starkem Frost? So schützt du dein Wintergemüse
Wenn doch mal lang anhaltender Frost droht, gibt es paar Tipps, um das Abfrieren vom Gemüse zu verhindern:
- Du kannst ein Frühbeet-Aufsatz auf dein Winterhochbeet montieren
- Auch Vlies ist ein guter Schutz, der schnell auf das Beet aufgelegt werden kann
- Lege eine Mulchschicht mit Laub in das Winterhochbeet, das isoliert richtig gut!
- Nutze Behältnisse zum drüber stülpen der Pflanzen, wie leere Joghurtbecher oder Tontöpfe für die Nacht
- Stelle Grabkerzen unter einem großen Tontopf, der nachts die Wärme abgibt (Achtung Feuerschutz!)

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Welches Gemüse eignet sich für den Winter im Garten?
Ich war gerade gestern im Garten und habe mal nachgeschaut was ich so Anfang Dezember noch ernten kann. Ich fand natürlich den Grünkohl, aber auch die letzten Kürbisse. Ganz begeistert war ich von meiner Kardy! Die sind echt noch was geworden. Also geerntet und ab ins Zitronenwasser. Purer Sommergenuss mitten im Dezember! Das war wirklich kaum zu glauben, wobei ich auch echt Glück mit der Witterung hatte. Und danach hab ich noch Popmais ernten können, mitten im Dezember.

Ich habe dir hier eine Liste von Gemüse erstellt, die sehr gut mit Frost klar kommen und gut im Winter weiterwachsen.
Gemüse im Winter anbauen: Asia Blattgemüse
Das tolle würzige Gemüse ist ideal, um das Immunsystem im Winter etwas mehr Pepp zu geben. Wie zum Beispiel der Pak Choi – der Asia Mangold. Ideal in der Pfanne mit anderem Gemüse oder ab mit ihm in den Salat. Auch Asia-Salate wie der Blattsenf oder das Salatkraut Mizuna können etwas und sind ideal für das Ausprobieren einer neuen Geschmacksrichtung.
Frosthärte: leicht bis mittel frosthart (bis ca. –8 °C, mit Schutz mehr)
Aussaatzeit: März bis September
Ernte: fast ganzjährig
Sortentipps: Grün im Schnee, Mizuna, Oriental Mix und Tatsoi.
Gemüse im Winter anbauen – Feldsalat
Manche Feldsalatsorten halten frostige Temperaturen bis -15 Grad aus! Kaum zu glauben. Ein richtiger Frostkünstler dieses kleine grüne spärliche Pflänzchen. Ich liebe Feldsalat und esse ihn gerne zu deftigen Fleischspeisen, vermischt mit Schlagsahne und Salz, mehr brauch ich nicht. Feldsalat kann spätestens noch Mitte September ausgesät werden.
Frosthärte: sehr frosthart (bis –15 °C)
Aussaatzeit: August bis September
Ernte: November bis März
Sortentipps: Vit, Gala und Dunkelgrüner Vollherziger
Gemüse im Winter anbauen: Kopfsalat
Kopfsalat ist nicht so winterfest wie Feldsalat. Aber auch hier gibt es winterhärtere Kopfsalate, die noch im Oktober gepflanzt werden können. Sollte es doch zu kalt sein überleben die Jungpflanzen meist und starten dann mit Frühlingstemperaturen nochmal voll durch.
Frosthärte: bedingt frosthart (Schutz empfohlen)
Aussaatzeit: spätestens September bis Oktober
Ernte: Spätherbst oder Frühling nach Überwinterung
Sortentipps: Winterkönig, Merveille des quatre saisons, Larissa, Ovation
Gemüse im Winter anbauen: Mangold
Mangold steht bei mir immer da wie eine 1! Ich liebe ihn einfach so zu futtern oder ihn in der Pfanne mit Nüssen zu dünsten. Ideal dazu ist Hüttenkäse. Dies nutze ich dann als Füllung für eine Putenschnitzel.
Frosthärte: mittel frosthart (leichter Frost kein Problem)
Aussaatzeit: spätestens Juli bis August
Ernte: Herbst bis Winter, äußere Blätter ernten
Sortentipps: Rainbow, Jessica

Gemüse im Winter anbauen: Spinat
Spinat ist der Überlebenskünstler im Winter. Er ist ziemlich frostfest und kann sehr lange in deinem Winterbeet stehen bleiben. Spätestens im September kannst du den Spinat aussäen. So entwickeln sich immer mehr neuer Spinatblätter. Spinat kann den ganzen Winter über geerntet werden. Ich ernte dafür nur die äußeren Blätter und das Herz der Pflanze bleibt bestehen, so entwickeln sich immer weiter neue Blätter. Gerne stelle ich mit dem Spinat eine Rahmsoße her. Dazu Kartoffeln und ein Spiegelei, einfach köstlich!
Frosthärte: sehr frosthart (bis –12 °C)
Aussaatzeit: spätestens August bis September
Ernte: Herbst bis zeitiges Frühjahr, laufende Blatternte
Sortentipps: Winterriesen, Matador
Gemüse im Winter anbauen: Winterportulak
Er wird immer bekannter. Aber ich habe ihn bisher noch nie in einem Gemüsegeschäft gesehen. Dabei schmeckt er so schön kresseähnlich und peppt jeden Salat damit auf. Winterportulak kann von Frost fast nicht bezwungen werden. Spätestens im September solltest du die Samen in die Erde bringen und ihn gut feucht halten.
Frosthärte: extrem frosthart (übersteht auch starken Frost)
Aussaatzeit: spätestens August bis September
Ernte: November bis Frühjahr, laufend schneiden
Sortentipps: Gewöhnlicher Winterportulak (Claytonia)
Gemüse im Winter anbauen: Rosenkohl
Ich bin ein Fan von Rosenkohl. In der Pfanne angebraten mit Parmesan und Esskastanien. Lecker! Dazu noch Gnocci. Kein Gemüse erinnert mich so an Winter wie unser Rosenkohlfreund.
Frosthärte: sehr frosthart (Frost verbessert Geschmack)
Aussaatzeit: spätestens April bis Mai (Vorkultur empfohlen)
Ernte: November bis Februar, Röschen von unten nach oben
Sortentipps: Hilds Ideal, Roodnerf, Igloo
Gemüse im Winter anbauen: Grünkohl
Blattkohl ist so schön! Nicht umsonst wird er immer öfter in einer Staudenbeetgestaltung genutzt. Mit seinen schon fast palmenähnlichen Blättern, schmeichelt er im Garten jeder Pflanze. Ich habe mal eine alte Grünkohlsorte aus Samen gezogen. Sie war lila. Wunderschön! Und sehr lecker. Noch besser schmeckt er, wenn er Frost abbekommen hat!

Frosthärte: extrem frosthart (bis –15 °C)
Aussaatzeit: spätestens Mai bis Juni
Ernte: Spätherbst bis Frühjahr, nach Frost besonders aromatisch
Sortentipps: Westländer Winter, Roter Grünkohl, Ostfriesische Palme
Meine Pflanzen kaufe ich online oder in Speyer bei der Baumschule Oliveira.

Gemüse im Winter anbauen: Porree
Du brauchst nicht alle Porree-Stangen ernten. Ernte Stange für Stange, denn sie halten was aus. Am Besten in Scheiben schneiden und in Öl anbraten. Dazu Sesam und Feta. Ideal mit Nudeln. Einfach köstlich!
Frosthärte: sehr frosthart (je nach Sorte)
Aussaatzeit: spätestens März bis April (Vorkultur)
Ernte: Herbst bis Frühjahr, stangenweise ernten
Sortentipps: Blaugrüner Winter, Herbstriesen 2
Gemüse im Winter anbauen: Kohlrabi
Auf Kohlrabi solltest du im Winter achten. Denn er ist nur schwach gegen Frost gerüstet. Deswegen empfiehlt es sich diesen mit einem Vlies abzudecken.
Frosthärte: gering (Vlies empfohlen)
Aussaatzeit: spätestens Juli bis August
Ernte: Herbst bis Winter, rechtzeitig ernten
Sortentipps: Superschmelz
Gemüse im Winter anbauen: Weiß- und Rotkohl
Ich muss zugeben: mit Weiß- und Rotkohl kämpfe ich. Wenigstens habe ich es zuletzt geschafft so Mini-Rotkohl-Köpfe in meinem Gemüsegarten zu züchten. Vom Geschmack her, waren sie allerdings eine Nullnummer. Ich hab den Dreh noch nicht ganz raus. Wenn der Anbau dir gelingt, dann musst du auch nicht alles auf einmal ernten.


Frosthärte: mittel frosthart (leichter Frost ok)
Aussaatzeit: spätestens April bis Mai
Ernte: Spätherbst bis Winter, nicht alles auf einmal ernten
Sortentipps: Rotkohl Granat, Weißkohl Dowinda und Dormana
Gemüse im Winter anbauen: Rote Beete
Mit meinen polnischen Wurzeln himmle ich die rote Beete natürlich an. Rote-Beete-Suppe, das fließt durch meine Adern. Rot wie Blut und süß wie Zucker. Nichts rettet dich so aus einem Winter-Blues wie eine Klare Rote-Beete-Suppe. Am Besten noch mit gestampften Kartoffeln und weißen Speck.
Frosthärte: bedingt frosthart (Schutz nötig)
Aussaatzeit: spätestens Mai bis Juli
Ernte: Herbst bis Winter, Knollen bei starkem Frost schützen
Sortentipps: Detroit, Ägyptische Plattrunde, Cylindra, Robuschka
Was du vom Wintergemüse nicht erwarten solltest
Mit diesem Blogbeitrag möchte ich keine falschen Hoffnungen wecken. Im Winter wächst das Gemüse nicht schnell und es gibt auch keine üppigen Erträge. Es ist eben nicht Sommer draußen. Aber dafür hast du eine kontinuierliche, langsame Ernte, die viel Frische und Genuss für dich bereit hält.
Buchempfehlung: Das sensationelle Winterhochbeet von Doris Kampas
Bist du auf der Suche nach konkreten Anbauplänen für so ein Winterhochbeet? Oder magst du dich noch tiefer mit der Materie des Anbaus vom Gemüse im Winter informieren? Dann ist das Buch „Das sensationelle Winterhochbeet“ von Doris Kampas (Löwenzahnverlag) genau für dich gemacht. Das Buch ist auch für Garten- und Gemüseanfänger geeignet. Ausführlich beschreibt Doris meine oben genannten Themen und noch viel mehr. Sie erklärt genau, welches Gemüse gerne nebeneinander steht und welchen Abstand das jeweilige Gemüse benötigt. Sollten beim Anbau von deinem Wintergemüse Probleme auftauchen, dann hat Doris auch eine Lösung dafür. Am Ende des Buches gibt es noch Rezepte für die warme Winterküche. Mein absolutes Lieblingsrezept: Blumenkohlsuppe mit Bröselknödel. Doris, ein kleines Manko hat dein tolles Buch: es fehlt ein Rezept für die polnische klare rote-Beete-Suppe.

Fazit: Wintergemüse anbauen lohnt sich
Ich hoffe sehr, dass ich dich ermutigen konnte im Winter etwas mutiger zu sein. Herzlich lade ich dich ein es einfach mal zu probieren und etwas zu experimentieren. Es macht Spaß Gemüse im Beet auch im Winter stehen zu lassen und zu erforschen, was es denn da so macht. Ganz begeistert bin ich davon, dass unser Gemüse oftmals erst im zweiten Jahr blüht. Was für Schätze ich da manchmal entdeckt habe! Manch Gemüse halte ich sogar für das Staudenbeet tauglich. Der Garten ist wirklich ein Ganzjahresort.





Ich wusste nicht, dass es auch Hochbeete für den Winter gibt. Das ist ja echt toll, dann hat man auch Gemüse im Winter. Hochbeete für Gärten kann ich ja auch selbst bauen.
Liebe Natalie!
Sehr toller Beitrag. Für mich wird’s dieses Jahr das erste Wintergartenjahr. Gerade Salate und Kohl möchte ich unbedingt probieren.
Allerdings leben wir in einer sehr schneereichen Region, drückt mir der die Pflanzen nicht zusammen?
Ich hätte sonst noch die Möglichkeit über 2 Hochbeete eine Art Folientunnel zu montieren um auch die Wärme etwas drinzuhalten. Mit viel Schnee kommt ja auch viel Kälte. Was meinst du?
Liebe Grüße!
Hallo liebe Heike, vielen Dank für deine Worte 🙂 Also Schnee kann sehr schwer werden, vor allem, wenn er anfängt zu tauen. Mir reißt es regelmäßig die Pflanzen runter zu Boden. Ich weiß nicht, ob ein normaler Folientunnel dazu wirklich ausreichend ist. Meist sind diese nicht sehr stabil gebaut. Ich könnte mir vorstellen, dass bspw. mit einem biegsamen Metallzaun oder Baustahlmatten (Estrichzaun) etc. ein stabilerer Folientunnel gebaut werden kann. Für den Winter sollte so ein Folientunnel dann eher enge Maschen haben. Ich habs aber selbst noch nicht getestet, wäre jetzt erstmal eine Idee 🙂
LG
Natalie / Wildes Gartenherz
Hallo Natalie,
Ich habe ein Hochbeet für meinen Balkon, das 72cm hoch ist, 110cm lang und ca. 30cm tief ist. Ich würde gerne einen Kopfsalat und/oder Feldsalat anbauen wollen. Welches Gemüse würdest du mir noch empfelhlen? Und welcher der beiden Salate ist „pflegeleichter“?
Hallo liebe Simone, ob Kopfsalat oder Feldsalat macht eigentlich kein Unterschied bzgl. der Pflegeleichtigkeit, wenn die Abstände stimmen. Hier würde ich einfach die Packungsanleitung genau lesen, welcher Abstand zu den Pflanzen empfohlen wird. Beim Feldsalat ist einfach easy, dass man diesen auf einer Fläche ausstreuen kann. Bei Salat ist das schwieriger, da ist Reih und Glied besser. Zu Kopfsalat passt zum Beispiel Porree ganz gut, aber auch Möhren (bei 30 Zentimeter tiefe vielleicht eher kurze runde Möhren, wie zum Beispiel die Möhre Pariser Markt oder die Ochsenherz Möhre). Mangold passt da auch sehr gut rein.
Liebe Natalie,
ich habe ja keinen Gemüsegarten, aber du hast so geschwärmt und so tolle, farbenfrohe Fotos gezeigt – ich überlege, ob ich nicht doch wenigstens ein Klitzebisschen Gemüse versuchen sollte! Vielleicht den farbenfrohen Mangold oder Grünkohl als Strukturpflanze?
Franz und Sissi sind allerliebste MItarbeiter! Wir haben mal eine Babyente hochgepäppelt, die unsere Kinder verwaist an der Straße gefunden haben – die hat Schnecken vertilgt ohne Ende! Unser neuer Garten liegt leider an einer Hundespazierstrecke, da bietet sich leider keine Geflügelhaltung mehr an …
Ich wünsche dir ein ruhiges, entspanntes Adventswochenende, liebe Grüße,
Susanna
Hallo liebe Susanna, versuch es! Mangold und Grünkohl wachsen wirklich wie von selbst. Und oftmals kann man diese vorgezogen (zum Beispiel beim Dehner) kaufen. Mangold und Grünkohl sind auch zauberhaft innerhalb eines Staudenbeetes. Platz wirst du sicherlich finden.
Ja Sissi und Franz sind Mitarbeiter des Monats xD Unser Garten liegt auch an einem öffentlichem Weg mit vielen Hunden! Wir haben aber einen guten Zaun. Da unsere Hühner auch auf Katzen losgehen, haben die nicht mal vor Hunden Angst. Wenn da einer bellt, stehen sie selbstbewusst davor xD Geflügelvieh eben.
Ich wünsch dir auch ein schönes WE!
Schöner Beitrag! Leider ist mein Hochbeet mittlerweile etwas zusammengefallen. Deshalb habe ich verschiedene Kohlsorten direkt aufs Beet gesetzt. Letztes Jahr hatte ich zum ersten Mal Palmkohl angebaut, der sich auch bestens für den Winter eignet. Der sah super aus und strotzte dem Winter. Leider fanden ihn dann Rehe super lecker und haben mir bis auf den unteren Stengel alles abgefressen. Den rotlaunigen Grünkohl finde ich übrigens super hübsch!
Hallo Chrissi,
vielen Dank 🙂 Ja Palmkohl ist wirklich eine Schönheit, aber irgendwie hat er in meinen Garten noch nicht Einzug gehalten. Und Rehe sind eben die Leckermäuler der wilden Tiere 🙂
LG
Natalie