Bienen anlocken – Teil 3

Bienen anlocken – so kannst du Bienen in deinen Garten locken – Teil 3.

Eine wichtige Info vorab: Solltest du dich nach einem Garten von Herzen mit einer Prise Wildheit sehnen, wo du ankommen und abschalten kannst, dann informiere dich jetzt über mein Angebot der Gartenplanung online.

Bienen anlocken – so lockst du Bienen in deinen Garten – Teil 3

Anzeige / In meiner kleinen Blogreihe „Bienen anlocken“ zeige ich dir mit welchen Bäumen und Sträuchern du Bienen in deinen Garten locken kannst. Dabei geht es um Pflanzen, die insektenfreundlich und hitezverträglich sind. Der Schwerpunkt liegt jedoch auf der Honigbiene, doch einige Sträucher und Bäume sind auch für Wildbienen interessant.

Den Artikel zum ersten und zweiten Teil findest du hier: https://wildes-gartenherz.de/bienen-anlocken-so-gehts-richtig/ und hier https://wildes-gartenherz.de/bienen-anlocken-teil-2/

Wenn du speziell nach Informationen bzgl. der Wildbiene suchst, dann kannst du in diesen Blogbeitrag mal schauen.

Bienen anlocken – die Frühsommertracht

Nach der Frühtracht setzt die Frühsommertracht ein. Zeitlich befinden wir uns jetzt in Mitte Mai bis Mitte Juni, also direkt nach der Obstblüte. Hier blühen im Garten nun die Rosen und viele Stauden, wie die Katzenminze und der Steppen-Salbei. Im frühen Juni erreichen die Bienenvölker ihren Höhepunkt. Es wird gesammelt was das Zeug hält. Neben dem Aufbau des Bienenvolkes steht auch die Honigernte an. Raps ist hier mit Abstand der wichtigste Futterspender für die Honigbienen, gefolgt, aber deutlich weiter hinten, von der Sonnenblume.

Liste Bäume und Sträucher – Frühsommertracht (Mitte Mai bis Mitte Juni)

  • Crataegus laevigata (Weißdorn):* hat nur einen mäßigen Besuch, wenn andere Bienensträucher und -bäume in der Nähe sind. Zudem ist Weißdorn ein Hauptüberträger von Feuerbrand. Eher was für die landwirtschaftliche Heckenbepflanzung
Bienen anlocken
Bild von Flensshot auf Pixabay
  • Sorbus (Mehlbeeren)

Sorbus aucuparia (Eberesche, auch Vogelbeere genannt):* Eine Insekten- und Vogelweide allgemein. Reagiert allerdings nicht gut auf Hitze

Sorbus aria (Mehlbeere):* Ideal für die Hitze und für karge Böden. Guter Nektar- und Pollenspender

Sorbus torminalis (Elsbeere):* Heimische Art, erträgt Hitze und Trockenheit sehr gut. Sehr guter Nektarspender, guter Pollenspender

Sorbus domestica (Speierling):* Höchster Nektargehalt

  • Laburnum watereri (Goldregen):* Nektar- und Pollenwert gut, wird allerdings bevorzugt von Hummeln angefolgen.
  • Fraxinus ornus (Blumenesche): Der Zukunftsbaum schlechthin. Leidet nicht an Eschensterben. Die Blüten duften. Er ist sehr pollenreich. Die Blumenesche wird der Klimawandelbaum schlechthin sein.
  • Ptelea trifoliata (Kleeulme): Großer Strauch, der ein sehr guter Pollen- und Nektarspender ist. Dieser Kleinbaum ist anspruchslos. Tolle Bienenweide!
  • Elaeagnus angustifolia (Ölweide):* Sehr guter Nektarspender, guter Pollenspender. Graulaubiger Baum, der super mit Hitze und Trockenheit zurecht kommt.

Liste um Bienen in deinen (kleinen) Garten zu locken – Zeitraum: Mitte Mai bis Mitte Juni

  • Hartriegel:* heimisch, guter Nektar- und Pollenspender. Wird zwischen 2 Meter und 2,50 4 Metern hoch.
  • Cotoneaster:* wer hätte das gedacht? Ausgezeichneter Nektarspender und sehr guter Pollenspender. Grundsätzlich werden alle Zwergmispel sehr gut angeflogen. Die Höhen der Sträucher variiert je nach Sorte sehr stark.
  • Feuerdorn:* Bienen- und Vogelweide. Wunderschöner Beerenschmuck. Kann zwischen 2 Meter und 3 Meter hoch werden.
Bienen anlocken
Bild von Anastasia Doran auf Pixabay
  • Kirschlorbeer: hier sträubten mir sich die Nackenhaare. Der verhasste Kirschlorbeer ist eine Bienenweide? Ja der Prunus laurocerasus. Solange der Kirschlorbeer nicht geschnitten wird, ist er ein guter Pollen- und Nektarspender. Er wird zwischen 2 Meter und 2,50 Meter hoch. (Achtung: Kirschlorbeer gilt als potentiell invasive Pflanze! Eine sehr gute Alternative ist der Strauch-Efeu!).*
Bienen anlocken
Bild von Manfred Richter auf Pixabay
  • Kolkwitzie: guter Pollenspender, wunderschöner Strauch mit gutem Duft. Wird zwischen 2 Meter und 3 Meter hoch. Es gibt aber auch kleinere Sorten. Kommt sehr gut mit Hitze zurecht.
Sträucher schneiden und Bienen anlocken
Zauberhafte Kolkwitzie… dieser Strauch ist so wunderschön! Fotografin: Natalie Bauer
  • Weigelie:* Kleinstrauch mit schöner Blüte und auffälligem Laub, guter Pollen- und Nektarspender

Bienen anlocken – die Sommertracht

Nach der Frühsommertracht setzt die Sommertracht ein. Zeitlich befinden wir uns jetzt von Juli bis Anfang September. Das Angebot für Pollen und Nektar schwindet hier sehr stark. Es gibt nur noch wenig Auswahl für die Bienen. Im Vordergrund stehen jetzt tatsächlich die Gärten, die mit Bartblumen* oder Kräutern eine Nahrungsmöglichkeit bieten. Denn diese Nahrungsmöglichkeit wird für die Winterbienenaufzucht benötigt. Hier ist vor allem der Pollen sehr wichtig.

Liste Bäume und Sträucher – Frühsommertracht (Mitte Mai bis Mitte Juni)

  • Efeu: Für viele eher lästig. Wenn der Efeu jedoch älter werden darf sind die Blüten ein sehr guter Pollen- und Nektarspender. Grundsätzlich fahren Insekten auf den Efeu ab. Die Beeren werden gerne von Vögeln gegessen. Der Strauch-Efeu* ist daher eine nicht wuchernde Alternative zum oben genannten Kirschlorbeer.
  • Schmetterlingsstrauch: Guter Pollen- und Nektarspender. Wird etwa 2 Meter hoch. Auch Schmetterlinge mögen den Strauch. Gilt inzwischen als potentiell invasiv.
Schmetterling auf Schmetterlingsflieder
Buddleja / Schmetterlingsstrauch, Fotografin: Natalie Bauer
  • 7-Söhne des Himmels Strauch:* Guter Nektar- und Pollenspender. Wird zwischen 3 und 4 Meter hoch. Wunderbarer Duft.
  • Bartblume:* Zauberhafter Kleinstrauch. Wird etwa 1 Meter hoch. Auffällige Blüte. Ausgezeichneter Pollen- und Nektarspender.
  • Blauraute:* Ebenfalls ein zauberhafter Kleinstrauch von etwa einem Meter. Auffällige Blüte. Sehr guter Nektarspender. Kommt mit Hitze sehr gut klar.

4 Meinungen zu “Bienen anlocken – Teil 3

  1. Nadja Domazer-Feiler sagt:

    Liebe Natalie,
    danke für Deine immer wieder (auch optisch) wunderbaren Artikel.
    Ich habe auch 3 „geerbte“ Kirschlorbeer-Büsche – bis vor Kurzem wusste ich nicht mal, dass die „Pfui“ sind – bei mir schwirrts nur so drum herum, wenn die Blühen! Drunter wächst halt nix – aber, ehrlich gesagt, auch mal schön, wenn man nicht ständig aufpassen muss, dass sich nix Invasives ausbreitet!
    Allerdings beim Schmetterlingsflieder (hab ich auch ganz neu gelernt – ich hab auch einen ?) sollte man vielleicht noch ergänzen, dass das tatsächlich ein invasiver Neophyt aus Nordamerika (?) ist, der jetzt scheinbar mancherorts auch schon ganz schön Probleme bereitet und die heimische Flora verdrängt und bis auf die Blüten hat er den heimischen Tieren auch nichts zu bieten – wie der Kirschlorbeer halt auch…
    Liebe Grüße, Nadja

    • Natalie sagt:

      Hallo Nadja, ja mir ist bekannt das der Schmetterlingsflieder ein invasiver Neophyt ist, aber: er wächst auch gerne dort, wo sonst nicht viel wächst. Meistens auf Schotterflächen oder in der Nähe von Bahngleisen. Meine Meinung daher: es gibt viel schlimmere Neophyten als den Schmetterlingsflieder <3

      LG

  2. Verndokap sagt:

    Drei sehr schöne Artikel, optisch wie auch inhaltlich.
    Ich war eigentlich auf der Recherche zum Thema bienenfreundliche Kräuter für unseren noch recht jungen Kräuterblog. Bei mir im Garten sind Lavendel, Thymian, Basilikum & Co nämlich echte Bienenmagneten. Aber du hast auf jeden Fall Inspiration geliefert für weitere Pflanzen für meinen eigenen kleinen Garten.

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